Holzfassaden
Holzfassaden sind langlebige und technisch ausgereifte Bekleidungssysteme, bei denen Witterungsschutz, Hinterlüftung und konstruktiver Holzschutz aufeinander abgestimmt werden.
Sie eignen sich sowohl für Neubauten als auch für energetische Sanierungen im Bestand.
Die hinterlüftete Konstruktion sorgt für eine sichere Abführung von Feuchtigkeit und schützt die tragende Struktur dauerhaft vor Durchfeuchtung. Durch die Luftzirkulation wird Schlagregen abgeführt und Tauwasser reduziert.
Die Unterkonstruktion gewährleistet eine gleichmäßige Lastabtragung sowie die erforderliche Hinterlüftungstiefe. Sie bildet die konstruktive Basis für eine langlebige und spannungsfreie Befestigung.
Je nach gewünschter Optik und Beanspruchung kommen unterschiedliche Holzarten wie Lärche, Douglasie oder thermisch modifizierte Hölzer zum Einsatz.
Alternativ sind auch vorvergraute oder werkseitig behandelte Oberflächen möglich.
Gestaltungs- und Ausführungsvarianten:
- Boden-Deckel-Schalung
- Rhombusleisten
- Stülpschalung
- vertikale oder horizontale Verlegung
Die Wahl der Profilierung beeinflusst sowohl die Optik als auch das Abtrocknungsverhalten der Fassade.
Durch konstruktiven Holzschutz – ausreichende Tropfkanten, hinterlüftete Details, saubere Anschlussausbildung – wird die Lebensdauer maßgeblich bestimmt.
Eine Beschichtung ist möglich, jedoch nicht zwingend erforderlich, sofern eine natürliche Vergrauung akzeptiert wird.
Mit fachgerechter Planung und Ausführung erfüllen Holzfassaden dauerhaft die Anforderungen an Witterungsschutz, Dauerhaftigkeit und Energieeffizienz.